Briefmarken sind ein Spiegel der Zeit - seit ca. 1850 begleiten und nützen sie uns, sind praktisches Bezahlungsmittel und Kunstwerk zugleich. Nachfolgend einige Briefmarken, die irgendwie mit Loburg im Zusammenhang stehen: 

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Loburg und die Preussen. König Friedrich Wilhelm IV. als Regent über das preussische Loburg verstarb kinderlos und der Thron ging an seinen Bruder. den "Reichsgründer" Wilhelm I. 

Den ganzen Brief gibt es hier zu sehen

Nach der Reichsgründung haben  Wilhelm I. , nach der Reichsgründung Kaiser des Deutschen Reiches, sein Sohn der "99 Tage Kaiser" Friedrich III. und dessen ältester Sohn  Wilhelm II. verzichtet sich auf Briefmarken abbilden zu lassen und stattdessen die zeitlose Germania als Sujet verwendet.

Der I. Weltkrieg war verloren, die Monarchie Geschichte, der Vertrag von Versailles lag schwer auf dem Land - Friedrich Ebert als erster Reichspräsident der jungen Republik, hatte schwere Zeiten. Revolution, Kapp Putsch, Wirtschaftskrise und Inflation...

Übrigens die abgebildete Marke wurde mit dem Datum "30. Juni 1930" anläßich des Abzuges der französischen Truppen  aus dem Rheinland versehen - Große Ereignisse werfen Schatten voraus ! 

Nach dem Tod von Friedrich Ebert wurde der 77jährige Militär Paul von Hindenburg im zweiten Wahlgang als Reichspräsident gewählt. Das land sehnte sich nach konservativen Werten.  

Dieser ehemalige Österreicher Adolf Hitler - auch durch Hindenburgs Hilfe - wurde Reichskanzler und dann der "Größte Führer aller Zeiten". Loburg selbst wurde weitestgehend verschont durch den angezettelten Krieg ( bis vielleicht auf die Umbenennung der Dammstrasse in Adolf-Hitler-Strasse ) aber doch hatte diese Zeit tiefe Spuren hinterlassen.

Die "Bezirkshandstempel-Ausgabe" der Sowjetischen Zone stellen eine Besonderheit dar.

Bedingt durch die Währungsreform am 21.06.1948 in den drei Westsektoren, kam es zum Bruch zwischen den Alliierten.  Am 24.06.1948 führten die Sowjetischen Alliierten ihrerseits eine Währungsreform durch und es durften keine Briefmarken mehr gegen Reichsmark an den Postschaltern abgegeben werden. Um nun die Marken der sowjetischen Zone schnellstmöglich kenntlich zu machen, wurde verfügt die vorhandenen ( noch in allen Sektoren verfügbar )Marken mit Handstempeln zu "überdrucken".  In diesem Zusammenhang gab es im Bereich der Ortspostdirektion Magdeburg 55 Orte mit dem Handstempel "29" und der Ortsbezeichnung - so auch von Loburg.

Damit stellt diese die einzige Briefmarkenausgabe in der Geschichte Loburgs dar - übrigens die Marken sind gesucht und nich ganz billig ! ( vorhandene Stücke - siehe unten )

Und wieder mal einen Krieg verloren und wieder das Staatengefüge auseinander. In der neu gegründeten Deutschen Demokratischen Republik wurde Wilhelm Pieck der "erste und einzige" Präsident bis zu seinem Tod 1960. 

Der wirkliche "Diktator" der jungen "Republik" war Walter Ulbricht  - er "herrschte" am längsten, erst als Partei-, dann als Staatschef. Die Dammstrasse wurde kurzzeitig von "Adolph Hitler"  in "Stalin" strasse umbenannt. Dann hat man sich wieder auf den alten, zeitlosen Namen besonnen.  

        

Kastenstempel - auf einer sog. "Brustschild-Ausgabe"  des Deutschen Reiches
 

Die sogenannten Bezirkshandsempel wurden ab dem 24. Juni 1948 in der sowjetischen Zone verwendet. Durch die Währungsreform mußten in der Sowjetischen Zone mußten die Marken mit diesen Überstempelungen kenntlich gemacht werden, da die Marken noch in ganz Deutschland erhältlich waren und so kurzfristig keine neuen gedruckt werden konnten. Die Überstempelungen fanden in den Postämtern direkt statt. Somit sind diese Ausgaben die einzigen echten "Loburger Briefmarken" ( Weil teuer, leider hochgradig fälschungsgefährdet ! Ich hoffe diese sind echt

   

Bezirks-Handstempel Ausgabe von 1946 - die einzigen "Loburger" Briefmarken